Erläuterungen zur Bestellung und Anwendung der Technischen Richtlinie Teil 8

 

Stand: Oktober 2011

Die Technische Richtlinie TR8 der FGW bietet eine allgemein anerkannte Grundlage für die Zertifizierung der elektrischen Eigenschaften von Erzeugungseinheiten (EZE) und –anlagen (EZA) an Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsnetzen und somit eine vereinheitlichte und vereinfachte Anwendung der von Netzbetreibern herausgegebenen Regelwerke, insbesondere der BDEW-Mittelspannungsrichtlinie (MSR).  Die MSR fordert eine Erstellung von Einheiten- und Anlagenzertifikaten und anerkennt diesbezüglich ausdrücklich die FGW-Richtlinien TR3, TR4 und TR8. In der Verordnung zu Systemdienstleistungen für Windenergieanlagen (SDLWindV) werden wiederum Nachweisverfahren gemäß der MSR gefordert, dass die FGW-Richtlinien indirekt von der Verordnung erfasst werden.

 

Vertreter von Netzbetreibern, Herstellern von EZE oder Komponenten, anerkannten Instituten und Hochschulen, Zertifizierungsstellen und Gutachtern sowie Betreibern von EZE und EZA haben die TR8 zu o.a. Zweck unter hohem Aufwand erarbeitet und als Arbeitsgrundlage anerkannt. Als einzige verfügbare und allgemein anerkannte Richtlinie dient die TR8 somit als Arbeitsgrundlage, die gleichzeitig dem Rahmen der Verordnung zum EEG, der MSR, dem TC 2007 und weiteren Netzbetreiber-Regelwerken sowie den Anforderungen der beteiligten Interessengruppen gerecht wird.

 

Da die Anforderungen aus MSR, TC2007 und anderen TAB für jegliche Formen von Erzeugungseinheiten und –anlagen gelten, also z.B. auch an Photovoltaik-EZA oder Blockheizkraftwerken, kann die TR8 auch für Erzeugungseinheiten über die Windenergie hinaus eingesetzt werden. Durch die für die FGW neue Einbindung von Photovoltaik-Fachleuten konnte die TR8 zügig auf die Anforderungen Branche abgestimmt werden. Aufgrund einiger Fristenregelungen für weitere Typen von Erzeugungseinheiten befindet sich die Richtlinie zum Zweck der Einbindung dieser Typen in der Weiterentwicklung.

 

 

Berlin, 31.10.2011

J. Rauch, FGW e.V